Donka Dimova, Samuel Hamen, Jeff Hemmer, Stella Dreis Bremen liest Heidelberg

Samstag, 12.09.2026
Beginn
Ende
Ort: Kukoon
Eintritt frei
Bremen liest Heidelberg

Seit 2024 heißt es einmal im Jahr Bremen liest Heidelberg, um den Austausch zwischen den beiden einzigen deutschen Cities of Literature zu fördern. In diesem Jahr sind neben zwei Autor*innen auch zwei Illustrator*innen mit dabei. In zwei Tandems treffen am 12. September jeweils ein*e Bremer*in auf ein*e Heidelberger*in, um öffentlich über ihre Arbeit sowie anstehende Projekte zu sprechen und Einblicke in ihr Werk zu geben.

Die Bremer Lyrikerin Donka Dimova wird den mehrfach prämierten Autor und Literaturkritiker Samuel Hamen aus Heidelberg vorstellen und der Illustrator und Comickünstler Jeff Hemmer wird mit der vielfach ausgezeichneten Künstlerin und Illustatorin Stella Dreis ins Gespräch gehen. Darüber hinaus liest Samuel Hamen Auszüge aus seinen aktuellen Publikationen, während Stella Dreis dem Publikum ihre Illustrationen vorstellen wird.

Donka Dimova und Jeff Hemmer wurden beide in der Vergangenheit mit dem Bremer Autor*innenstipendium ausgezeichnet und sind neben ihren künstlerischen Tätigkeiten u.a. als Workshopleiter*innen tätig. Im Oktober werden die beiden im Gegenzug gemeinsam in Heidelberg zu Gast sein, wenn es dann dort heißt: Heidelberg liest Bremen

Das Kulturamt Heidelberg und das Literaturhaus Bremen bringen somit vier Akteur*innen in Duos zusammen, die Ähnliches bewegt, und fördern damit den Austausch und die Verbindung zwischen den beiden UNESCO-Literaturstädten. Darum freuen wir uns besonders, wenn weitere Bremer Autor*innen, Illustrator*innen und Literaturinteressierte am 12. September den Weg ins Kulturzentrum Kukoon finden, wenn es heißt: Bremen liest Heidelberg.

 

Zu den Autor*innen & Illustrator*innen 
 

Donka Dimova ist eine deutsch-bulgarische Lyrikerin, die in Bremen lebt.  Sie schreibt und veröffentlicht Lyrik seit ihrem Kindesalter. Ihr erster Lyrikband Übersetzung des Alltags (2014) gewann den Preis „Hristo Fotev“ der Stadt Burgas. 2022 folgte An der Grenze. Poesie aus dem Riss, ausgezeichnet von der Nationalstiftung „13 века България“.  Mit Mehrfamilienhaus ohne Aussicht (KLAK Verlag 2025) debütierte Dimova auf Deutsch. Das Werk, angesiedelt im Bremer Stadtteil Gröpelingen, erzählt in poetischen Miniaturen von osteuropäischen Arbeitsmigrant*innen, deren Hoffnungen und Realitäten sich in einem Haus kreuzen. Das Buch entstand aus ihrem Bremer Autor*innenstipendium 2022 und wurde von der Kritik für seinen empathischen und präzisen Stil hervorgehoben. 

Stella Dreis wurde in Plovdiv (Bulgarien) geboren. 1995 zog sie nach Deutschland und arbeitet heute als freischaffende Künstlerin und Illustratorin in Heidelberg. Ihr erstes Bilderbuch erschien 2008 bei Clavis in Hasselt, Belgien. Seitdem werden ihre Bilderbücher bei zahlreichen nationalen und internationalen Verlagen publiziert. Stella Dreis beschreibt ihre Faszination für Menschen und die Zusammenarbeit mit ihnen als eine ihrer großen Leidenschaften. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: Unter anderem erhielt sie den Deutschen Kinderbuchpreis für die beste Illustration 2023, den Hasselt-Publikationspreis, den Troisdorfer Bilderbuchpreis und die Goldene Plakette der Biennale der Illustration in Bratislava. Kürzlich wurde sie für den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis (ALMA) 2026 nominiert. Ihre Gemälde werden international ausgestellt. 

Samuel Hamen, geboren in Luxemburg, lebt und arbeitet als freier Autor in Heidelberg sowie in Diekirch, Luxemburg. Er wurde vielfach für sein Schaffen ausgezeichnet, u. a. mit Stipendien der Roger-Willemsen-Stiftung sowie der Kunststiftung Baden-Württemberg. Er schreibt auf Luxemburgisch und Deutsch, für seinen Roman Wie die Fliegen (Diaphanes Verlag, 2023) wurde ihm in Luxemburg der renommierte Prix Servais zugesprochen. Als Literaturkritiker ist er u. a. für den Deutschlandfunk, ZEIT Online und die Berlin Review tätig. 2022 erschien sein Buch Quallen im Verlag Matthes & Seitz Berlin. 

Jeff Hemmer lebt seit 2009 in Bremen und arbeitet als freiberuflicher Comiczeichner, Illustrator und Workshopanbieter. Diese Arbeit erlaubt es ihm, seine Liebe fürs Zeichnen und Erzählen, seinen Background in Geschichtswissenschaft und die Erfahrungen aus seiner vorigen Tätigkeit in der Jugendhilfe miteinander zu verbinden. Seine Auftragsarbeiten und Workshops führen ihn meist in den außerschulischen Bildungsbereich und zu gesellschaftlichen, historischen oder politischen Themen. Diese prägen neben autobiografischen Aspekten auch meist seine freien Arbeiten. 2024 erhielt Jeff Hemmer ein Projektstipendium des Bremer Autor*innenstipendiums für sein Graphic Novel Projekt Kaugummi und Cola. Seit 2026 richtet er in Bremen ein jährliches 24-Stunden-Comic Event aus. Daneben bleibt er durch sein Engagement im luxemburgischen Comicverein 9. Konscht auch seinem Geburtsland Luxemburg verbunden.


Gefördert durch:

Der Senator für Kultur, Freie Hansestadt Bremen