Robert Wolfgang Segel (Autor), Norbert Schepers (Gesprächspartner) Robert Wolfgang Segel liest: Alice im verwundeten Land
Buchvorstellung mit Podiumsgespräch
Robert Wolfgang Segels Roman „Alice im verwundeten Land“ ist eine satirische Neuinterpretation von Lewis Carrolls Klassiker. Alice taucht ein in eine politisch gespaltene Gesellschaft und konfrontiert zaudernde Demokrat*innen. Mit scharfem Witz und brandaktuellen Bezügen lotet der bayerische Kunstförderpreisträger die Krisen der Gegenwart aus.
Robert Wolfgang Segel, 1984 geboren, lebt als Autor und Lehrer in Fürth. 2024 wurde er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur ausgezeichnet. Mit seinem Roman „Alice im verwundeten Land“ (Edition Hibana, März 2025) knüpft er auf satirische Weise an Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ an und überführt die schräge Welt des Klassikers in die politische Gegenwart Deutschlands.
Im Zentrum steht eine demagogische Anti-Alice, die einen irren Abwärts-Trip in den Kaninchenbau rechter Potentaten antritt. Die Gesellschaft, durch die sie wandert, oszilliert zwischen politischem Nickerchen und frenetischem rechtem Applaus. Bekannte Figuren wie der verrückte Hutmacher oder die Rote Königin werden neu gedeutet: gewitzt, scharfzüngig und brandaktuell im Kontext einer zaudernden Gegenwarts-BRD. Trotz der düsteren Grundstimmung sprießen im bedrohten Fantasiereich auch neue Ideen für ein gutes Zusammenleben aus widerständigen Ranken.
Der rund 148 Seiten starke, gebundene Roman ist durchgehend illustriert von Anastasia G. Braun und verbindet literarische Satire mit visueller Erzählung.
Rezensenten und Verlag beschreiben das Buch als „satirisch, witzig und beängstigend akkurat“ sowie als „so scharf, frech und klug, wie Satire nur sein kann“.
Begleitet wird die Veröffentlichung von einer Lesungstour durch ein „verwundetes Land“. Bei diesen Abenden liest Robert Wolfgang Segel aus dem Roman und diskutiert mit dem Publikum über Angriffe auf demokratische Rechte, rechte Diskurse und die Rolle von Literatur im politischen Widerstand.
Die Veranstaltungen finden unter anderem in Theatern, Kulturzentren und autonomen Räumen statt und werden teils durch Musik, Ausstellungen der Illustrationen und Podiumsgespräche ergänzt.
Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen. Norbert Schepers wird als Vertreter der Initiative gemeinsam mit dem Autor auf der Bühne sitzen, die Diskussion moderieren und den Abend mitgestalten.
„Alice im verwundeten Land“ richtet sich an Leserinnen und Leser, die nach einer literarischen, gleichzeitig unterhaltsamen und politischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage suchen – und die bereit sind, sich auf eine verstörende, aber hoffnungsvolle Reise durch ein verwundetes, aber nicht verlorenes Land einzulassen.