Flüchtlingsrat Bremen Erinnern heißt kämpfen! Erinnern heißt verändern!
Erinnern heißt kämpfen! Erinnern heißt verändern!
Perspektiven auf das Gedenken an Laye Condé und 13 Jahre Brechmittelfolter in Bremen.
21 Jahre nachdem Laye Condé im Bremer Polizeigewahrsam getötet wurde wird am 26. September zwischen Kunsthalle und Gerhard-Marcks-Haus ein dauerhafter Gedenkort offiziell eingeweiht, wofür die Initiative in Gedenken an Laye Condé gemeinsam mit vielen Bremer Bürger*innen seit Jahren gekämpft hat. Das ist angesichts der globalen Rechtsverschiebung und der Zunahme menschenrechtsfeindlicher Angriffe und rassistischer Diskurse durchaus bemerkenswert.
Nach einem Beschluss der Bürgerschaft wurde 2021 von der Kulturbehörde ein künstlerischer Wettbewerb organisiert. Die divers zusammengesetzte Auswahljury entschied sich Ende 2023 für den Entwurf „Death by drowning" („Tod durch Ertränken") der südafrikanischen Künstlerin Usha Seejarim (www.ushaseejarim.com).
Bei der offiziellen Eröffnung wird die Künstlerin anwesend sein und auch Bangaly Condé, einer der Brüder von Laye Condé, wird als Vertreter der Familie eigens aus Guinea anreisen. Bei der Veranstaltung am 24. September im kukoon möchten wir mit den beiden über Perspektiven auf den Gedenkort ins Gespräch kommen: als Gedenken an den eigenen Bruder, als Erinnerungspolitik vor einem transnationalen und künstlerisch-aktivistischen Background sowie als Gedenken an 13 Jahre Brechmittelfolter mit hunderten von Betroffenen, was zugleich Teil Bremer Stadtgeschichte als auch Mahnung für die Zukunft ist.